Pollen

Pollen stellt für Wild- und Honigbienen eine wichtige Lebensgrundlage dar - in der Wabe eingetragen Pollen, nennt man auch Bienenbrot.

Während Nektar und Honig das Bienenvolk mit Kohlenhydraten versorgt, nutzen Bienen den Pollen als Eiweißquelle.

Eine Pollenwabe - je bunter die Farbmischungen, desto größer die Vielfalt der Blüten.
Bild: Irene Günther

Ausgewogene Ernährung

Auch Bienen müssen sich ausgewogen ernähren. Studien legen nahe, dass einseitige Ernährung mit Pollen von nur wenigen Pflanzenarten einen negativen Einfluss auf dei Entwicklung der Bienen haben! Blütenvielfalt ist für gesunde Bienen (und schöne Gärten) das A und O.

Bienenbrot

Um den Pollen für Bienen verdaulich zu machen, muss er zunächst in den Waben eingelagert und dort fermentiert werden. Bei diesem Prozess werden dem Pollen Wasser und Enzyme hinzugefügt, wodurch Eiweiß aufgespalten wird. Erst dann können Pollen und Nektar an Bienenlarven verfüttert werden.

Biene mit Pollenhösschen - Pollen sammelt die Biene an den feinen Härchen ihrer Hinterbeine. Nachdem sie eine Blüte besucht hat, schabt sie mit den Vorderbeinen die winzigen Pollen aus ihrem Haarkleid und verklebt diese danach an den borstenartigen Haaren ihrer Hinterbeine. Mehr dazu findest Du hier.
Pollen, der nach eifrigem Sammelflug manchmal unter den Beuten zu finden ist.

Bunte Farbenpracht

Unter dem Mikroskop erkennt man, dass jede Planzenart ihre ganz eigene Pollenform zur Vermehrung nutzt - doch auch an der Farbe lassen sich zum Teil kunterbunte Unterschiede ausmachen. So ist der Pollen vom Raps gelb, der von Kastanie rot und der von Borretsch blau!

Von welcher Pflanze die Biene Pollen gesammelt hat, kann durch Pollenfarbe und Jahreszeit bestimmt werden -> Zur Pollenbestimmung.